Staatsmeisterschaften Allgemeine Klasse

Elisabeth Waldner-Wenzel – eine besondere Erfolgsgeschichte
Titelkämpfe im Judo schreiben viele Geschichten: Bei den österreichischen Meisterschaften der Allgemeinen Klasse in Leibnitz gab es aus Osttiroler Sicht eine Hauptdarstellerin: Elisabeth Waldner-Wenzel. Sie holte sich zum sechsten Mal die Bronzemedaille. Einen achtbaren Auftritt legten auch Elisabeths VereinskollegInnen Christina Raffler und Michael Wolsegger hin.
Ein paar blaue Flecken an den Beinen, Elisabeth Waldner-Wenzel ist trotzdem glücklich: Immerhin hat die Matreier Paradejudokämpferin soeben ihre sechste Bronzemedaille bei den nationalen Meisterschaften in der Allgemeinen Klasse gewonnen. Eine Serie, auf die die Athletin stolz sein kann und die in Osttirols Judosport unerreicht ist.
Obwohl kaum eine andere Athletin mit so viel Judoerfahrung in Leibnitz am Start war, merkte man ihr eine gewisse Nervosität an: Schließlich ist Elisabeth Waldner-Wenzel mit 33 Jahren nicht mehr in einem Alter, in dem Träume den Realitätssinn überlagern, und diese Meisterschaften sollten für Elisabeth auch die letzten dieser Art sein. Dazu waren mit Nicole Kaiser (UJZ Mühlviertel), Sarah Strohmayer (SU Noricum Leibnitz) und Kraft Mara Tabea (Judoteam Shiai Do) Österreichs Top-Athletinnen mit Europacup und Weltcup-Erfahrung am Start, die ihr das angestrebte Ziel, nämlich noch einmal eine Medaille bei nationalen Meisterschaften für Osttirol zu holen, streitig machten. Doch die Nervosität erwies sich als völlig unbegründet: Mit zwei vorzeitigen Ippon-Siegen gegen Kraft und Huber (JC Gallneukirchen) sicherte sich Elisabeth Waldner-Wenzel – hinter Kaiser und Strohmayr – souverän die Bronzemedaille.
„Sechsmal Bronze bei Staatsmeisterschaften in der Allgemeinen Klasse, und das – mit einer verletzungsbedingten Ausnahme im Jahre 2010 – in Serie, das ist in der Tat eine herausragende, unerreichte und wohl auch in Zukunft unerreichbare Leistung unserer ‚Mrs. Zuverlässig‘: Und dabei ist es in ihren Meisterschaftskämpfen der vergangenen Jahre nicht selten höchst knapp hergegangen, wie dies bei Kämpfen auf höchster nationaler Ebene eben der Fall ist. Eine solche Bilanz ist nur erreichbar, wenn eine Sportlerin bzw. ein Sportler sich ihren/seinen Weg mit eherner Disziplin und einem unbändigen Siegeswillen immer im Vorwärtsgang bahnt“, so Trainerkollege Michl Rainer.
Nicht nach Wunsch lief es diesmal für Christina Raffler, die nach einer Grippeerkrankung noch nicht im Besitze ihrer vollen körperlichen Fitness war und für die nach einer etwas unglückliche Niederlage gegen die Wienerin Mohseni nur den undankbaren vierten Platz blieb.
Einen respektablen Auftritt legte Michael Wolsegger in der Gewichtsklasse -73 kg hin: Dem beachtlichen Auftaktsieg folgte eine Niederlage gegen den Top-Athleten Kevin Spitzer von der Judo Union Flachgau und damit leider auch das vorzeitige Ausscheiden aus dem Bewerb. Fazit: In einer „Hammer-Klasse“ (31 Kämpfer!) einen Kampf gewonnen und dann das Aus gegen den Top-Athleten, dafür gab es hinterher sogar Lob vom Tiroler Judoverbandspräsidenten Martin Schwerwitzl.


Elisabeth Waldner-Wenzel holt ihre sechste Bronzemedaille bei nationalen Titelkämpfen.

 
Elisabeth Waldner-Wenzel (im weißen Judogi) in Aktion.

Die Tiroler Medaillengewinner Kathrin Unterwurzacher (Gold), Florian Lindner (Silber), Bernadette Graf (Gold) und Elisabeth Waldner-Wenzel (Bronze) mit dem Präsidenten des Tiroler Judoverbandes Martin Scherwitzl und dem Technischen Direktor Gernot Frei.

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