Dreimal Judo-Edelmetall beim International Vienna Open 2018
Am vergangene Wochenende (29./30.09.2018) fand in Wien das traditionelle „Vienna Open“ statt. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit in den Sommermonaten mit etlichen Trainingslagern – national wie international – stand dieses Judo-Großturnier mit 465 Judoka aus 11 Nationen (der Großteil aus dem starken Osten) ganz in Zeichen einer Standortbestimmung. Wie hochklassig dieses Turnier besetzt war, zeigt alleine die Tatsache, dass unter anderem auch die beiden österreichischen WM-Starter Christopher Wagner und Sebastian Schneider am Start waren. Die Judo Union Raiffeisen Osttirol war am Samstag mit Leonie Raneburger, Fabian Waldner, Gabriel Bretschneider und Manuel Wiesler, am Sonntag mit Matthias Unterrainer und Robin Baumgartner vertreten – und das mit Edelmetall-Erfolg.
Tag 1 der Vienna Open: Stockerlplatz für Leonie Raneburger: Leonie Raneburger konnte in ihrer Alterskategorie U16/-52 kg zwei Siege einfahren und schaffte damit mit Bronze den Sprung auf’s begehrte Stockerl. Lobend erwähnt werden darf, dass Leonie in der U18 auch noch einmal antrat. Wiewohl sie dort der starken Konkurrenz Tribut zollten musste, waren es drei ausgezeichnete Trainingskämpfe, die Leonie damit zusätzlich auf ihrem Konto verbuchen kann.
Eine ausgezeichnete Leistung lieferte Fabian Waldner (U18/-60 kg) ab: Auch er gewann seine beiden ersten Kämpfe souverän und musste sich erst im Kampf um den Einzug ins große Finale geschlagen geben. Im „kleinen Finale“ um Platz 3 fehlte nur eine Kleinigkeit, so blieb es diesmal beim guten, aber immer auch etwas undankbaren 5. Platz.
Wenn Judoka von „Gewicht machen“ sprechen, ist damit nicht gemeint: „Juchu! Genießen, satt werdenJ“, sondern „Juchu! Schwitzen, abnehmenJ“ In diesem Sinne Auf und Ab geht es bei Gabriel Bretschneider, der punktgenau sein Gewicht von 73 kg auf die Waage brachte. Damit war schon der erste Sieg errungen, musste er doch in den letzten Wochen 5 kg „Gewicht machen“. Im 13-Mann starkem Pool unterlag er nur seinem Leibnitzer Freund Tobias Dissl. Mit vier Siegen konnte er sich aber noch den ausgezeichneten 3. Platz sichern. Für die U21 reichte die Kraft dann allerdings nicht mehr. Er unterlag dem Innsbrucker Fabian Hofer und dem Mühlviertel Moric Münch.
Manuel Wiesler hatte es in der Königsklasse AK gleich mit drei Kämpfern von Galaxy Tigers Wien zu tun. Gleich im ersten Kampf hatte er mit Lorenz Wildner den stärksten der drei und bot eine ausgezeichnete Leistung, verlor aber mit 2 Wazari. Im zweiten Kampf verletzte sich Manuel an der Rippe und konnte dadurch keine Akzente setzen. Mit Willenskraft und Disziplin stellte er sich aber auch ein drittes Mal auf die Matte – ein großes Vorbild! Ihm gebühren ein besonderes Lob und die besten Wünsche für eine schnelle Genesung.
Tag 2 der Vienna Open: Auch am zweiten Tag gab es Edelmetall für Osttirol, und das sogar in Silber: Matthias Unterrainer, ein Talent, das sich schon in sehr jungen Jahren zu einem stabilen Wettkämpfer entwickelt hat und nur den „Vorwärtsgang“ kennt, legte zwei seiner Gegner in der Kategorie U14/-38 kg– Durgaev Askhab von den Galaxy Tigers Wien und Stefan Percy von den Judokids Awiar/Wien – mit schönen Würfen Ippon auf die Matte. Im Finale unterlag er allerdings dem Rumänen Justin Rus.
Wohl einen eigenen „Preis für das größte Kämpferherz“ hätte Robin Baumgartner (U14/-42 kg) verdient: Er hat bei diesem Großturnier zwei tolle Kämpfe bestritten, die er zwar verlor, die dem jungen Kämpfer letztlich aber Freunde bereitet und ordentlich „gepusht“ haben.
Zählt man also das Wochenende zusammen, kann man mit 3x Edelmetall und den vorbildlichen kämpferischen Leistungen unserer Judoka wohl ganz und gar zufrieden sein.

Vier Freunde: Fabian Waldner, Leonie Raneburger, Manuel Wiesler
und Gabriel Bretschneider

Drei Freunde:
Robin Baumgartner, Matthias Unterrainer und Bruderherz Jakob Unterrainer,
das diesmal verletzungsbedingt seine Freunde „coachte“
